Deine Karriere

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mindHire Karrieretipps - die Karrierestrategie

„Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?“ – so lautet eine häufige Frage im Bewerbungsgespräch. Wer jetzt erst anfängt, darüber nachzudenken, hat zum einen schlechte Karten im Gespräch, zum anderen aber auch keinen Plan, wohin die Reise gehen soll. Was bedeutet für Dich Karriere? „Verantwortung übernehmen und ein Team führen?“, „einen ruhigen Job machen, der sicher ist bis zur Rente?“, „ein eigenes Unternehmen gründen?“, „als Koryphäe in einem Bereich durch die Welt reisen und andere beraten?“ oder einfach nur „sein Ding machen können“ – all das könnten mögliche Antworten und damit Wege für Deine Karriere sein.

Aber wie plant man eine Karriere – kann man das eigentlich oder sollte man einfach nehmen was kommt und von Job zu Job weiter schauen? Nach einer Umfrage von LinkedIn h alten 2 von 3 Arbeitnehmern Karriere nicht für planbar und haben daher auch keine konkreten Vorstellungen und Ziele, wo sie im Berufsleben hin wollen. Und sicher ist es so, dass der Karrierepfad auch durch Zufälle geprägt wird, dass es unverhersehbare Ereignisse gibt, die einen zurückwerfen oder nach vorn katapultieren. Dennoch sollte sich niemand allein auf Zufälle verlassen. In der Karriere gilt der Spruch: „Der Weg ist das Ziel“ leider in den allerwenigsten Fällen.

Um Deine Karriere effektiv zu planen, solltest Du die folgenden Punkte beachten:

Wo stehst Du – und für welchen Beruf bist Du geeignet?

Am Anfang steht die Bestandsaufnahme. Du solltest Dir Gedanken darüber machen, welcher Beruf für Dich eigentlich in Frage kommt. Und zwar nicht nur gerade jetzt, sondern vor allem in Zukunft. Dabei kann z.B. ein Coach helfen oder auch Tests, die herausfinden, wo Deine Stärken und Schwächen liegen und welche Ziele überhaupt in Frage kommen. Sonst definierst Du Dir vielleicht ein Ziel, welches Du nie erreichen kannst oder bei dessen erreichen Du dann doch nicht glücklich wirst.

Wenn Du noch am Anfang Deiner Karriere stehst, kannst Du noch nicht auf Erfahrungen in verschiedenen Jobs zurückgreifen, aber auch die Schule, Ausbildung, ein Studium oder Praktika können schon Aufschluss darüber geben, was einem liegt und was nicht. Bist Du eher ein Risikotyp oder suchst Du Sicherheit, bist Du ein Perfektionist oder erfindest Du viele neue Dinge, die Du nicht zu Ende bringst, weil es zu langweilig ist, bist Du ein Leitwolf oder fühlst Du Dich im Team mit anderen wohl, all diese Fragen solltest Du Dir stellen und für Dich beantworten. Genau so kannst Du Dich mit den Berufen auseinander setzen – diese haben bestimmte Ansprüche und Voraussetzungen. Einige findest Du z.B. in Stellenanzeigen, andere sollte Dir Dein Verstand sagen. Ein Verkäufer muss nicht nur sein Produkt kennen, er muss vor eine gute Menschenkenntnis besitzen und keine Scheu, Personen auch anzusprechen. Eine erste Hilfe, um seine persönlichen Stärken herauszufinden, bieten auch die so genannten beruflichen Persönlichkeitstests. Da wären z.B. zu nennen, das Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung (BIP) oder der QPQ32. Hier bei mindHire findest Du ebenfalls einen solchen Test, der Dir zum einen Deine Stärken und Schwächen nennt und zum anderen auch integriert ist in das Such- und Vergleichsverfahren zu Jobs. Das heißt, dass Dir mindHire Jobs vorschlägt, die auch zu Deiner Persönlichkeit passen.

Definiere Dein Ziel

Wo möchtest Du im Laufe Deines Berufslebens hin? Diese Frage ist sicher nicht so einfach zu beantworten – und hier sollte auch nicht als Antwort stehen: ich will folgenden Posten in folgendem Unternehmen innehaben. Wichtig ist herauszufinden, welche Motivation man benötigt, um die nächsten Schritte zu gehen. Die wenigsten Karrieren laufen gradlinig – aber dennoch sollte man sein Ziel nicht aus den Augen verlieren oder es entsprechend immer wieder anpassen.

Mit welchen Aufgaben und in welchen Themenbereichen fühlst Du Dich wohl. Welche Überzeugungen treiben Dich an. Und unter welchen Rahmenbedingungen fühlst Du Dich am wohlsten – Startup/kleines Unternehme contra Konzern, zu Hause arbeiten vs Großraumbüro, eher traditionell oder doch hipp, flache Hierarchien oder tiefe Strukturen. Die Antworten auf diese und weitere Fragen geben einen Weg vor, an dessen Ende der „Traumjob“ steht.

Wichtig ist, nicht zu eng zu denken. Es sollte Platz für gute Gelegenheiten bleiben, die eine Abkürzung oder sogar einen neuen noch nicht entdeckten Weg bieten. Auch solltest Du Dir von anderen helfen und Dich beraten lassen. Zum Beispiel von Freunden oder guten Kollegen. Sie eröffnen Dir vielleicht Perspektiven, an die Du noch nicht gedacht hast. Gerade als Berufsanfänger kannst Du Dir auch Anregungen von Berufstestsystemen oder Berufsberatern holen, dabei solltest Du aber darauf achten, das diese nicht nur Deine Skills und Ausbildung zugrunde legen, sondern auch Deine Persönlichkeit.

Neben allen beruflichen Zielen sollte in einer Karriereplanung auch die eigene Lebensvorstellung, der Partner bzw. die Familie einbezogen werden. Vor allem sollten alle Ziele mit dem eigenen Wertesystem abgeglichen werden, damit sie auf Dauer tragfähig sind und nicht zu Unzufriedenheit und Frust führen.

Das Ziel in machbare Etappen teilen

Wenn ein Ziel weit weg liegt, ist es schwer, sich für die nächsten Schritte zu motivieren. Daher solltest Du Dein Ziel in Etappen zerlegen, die jeweils ein eigenes Ziel definieren. Das hilft Dir später auch z.B. in Zielgesprächen mit Deinen Vorgesetzten. Solche Etappenziele können ein Studium, Übernahme eines Verantwortungsbereiches oder ein Auslandsaufenthalt sein.

Plane die einzelnen Stationen auf dem Weg zum großen Ziel. Versuche, die einzelnen Schritte möglichst messbar in Zeit und Erreichungsgrad zu definieren, z.B. in 5 Jahren möchte ich das Studium absolviert haben, in weiteren 5 Jahren möchte ich in einer renomierten Firma im Talentpool stecken. Aus diesen Schritten ergeben sich meist in Gesprächen mit dem Arbeitgeber kleinere, oft in Jahresscheiben geschnittene Ziele – diese können sowohl vom Arbeitgeber als Voraussetzungen für einen weiteren Schritt als auch von Dir selbst als Grundlage für Dein Weiterkommen abgeleitet werden. Wenn Dein Arbeitgeber nicht von sich aus jährliche Feedbackgespräche anbietet, solltest Du Deinen Vorgesetzten darum bitten, damit Du auch ihn aktiv in Dein Vorankommen auf Deinem Karrierepfad einbinden kannst.

Schau ab und zu zurück und reflektiere Deinen Standort

Eine regelmäßige Standortbestimmung hilft Dir, Dich immer wieder auf das Ziel zu fokussieren und zu schauen, ob Du noch auf dem Weg bist, den Du für Dich geplant hast. Feedbackgespräche werden Dir die objektive Sicht von außen zeigen und Du selbst solltest Dir immer im Klaren darüber sein, ob Dich die Ziele, die Du Dir gesteckt hast oder die Du von anderen erhälst weiter voranbringen oder vom Pfad ablenken.

Natürlich sollte es auch immer möglich sein, die Karriereziele neu zu justieren – insbesondere, wenn sich neue Gelegenheiten auftun oder auch wenn sich Türen verschliessen und man vielleicht einen Umweg finden muss.

Auch bei den Reflektionen sollte Dein Wertesystem, Dein aktuelles Umfeld und Deine persönliche Lebenssituation immer mit einbezogen werden. Es hilft ja nichts, wenn man durch ein massives Aufgebot von Überstunden die nächste Stufe der Karriereleiter erklimmt und gleichzeitig die Familie nicht mehr weiß, ob man überhaupt noch bei ihr wohnt. Karriere ist kein Sprint – wenn man jedoch einmal zu schnell unterwegs ist, ist es schwer, einen Gang zurück zu schalten. Manchmal ist es auch notwendig, eine Umpriorisierung der Lebensziele, von denen nur eines das Karriereziel ist, vorzunehmen.

Flexibilität und Loyalität im Unternehmen zeigen

Die einfachste Möglichkeit, eine geradlinige Karriere zu gestalten liegt meist darin, sich innerhalb eines Unternehmens für neue, bessere, verantwortungsvollere oder einfach nur interessante Tätigkeiten zu empfehlen. Der Vorteil ist, dass die Kollegen, die Strukturen, die Firmenphilosophie und natür die internen Netzwerke bekannt sind und Du so Entscheidungen besser abwägen und den Weg besser planen kannst. Wenn Du planst, in Deiner Firma weiter zu kommen, solltest Du Dich dementsprechend verhalten. Das gilt nicht nur für eine Managementkarriere, sondern für jegliche Ziele, die Du anstrebst. Dazu gehören auch die Expertenlaufbahn, mögliche Auslandseinsätze oder Verantwortung in Projekten. In den meisten Fällen wirst Du nicht umhin kommen, Dir eine zusätzliche Aufgabe zu suchen, in der Du Dich profilieren kannst. Das muss nicht heißen, jeden Abend der letzte zu sein, der das Licht ausmacht, sondern eher, dass Du mit wachen Augen und Ohren durch die Firma gehst und Chancen, die sich bieten ergreifst. Besonders in größeren Unternehmen sehen Dich Deine Vorgesetzten oft nur genau an der Stelle, an der Du gerade arbeitest. Auch wenn Du Deine Sache gut machst, wird es häufig nicht dazu kommen, dass sie Dir von sich aus anbieten, neue Wege zu gehen. In Feedback- oder Jahresgesprächen solltest Du daher die Initiative ergreifen und Möglichkeiten aufzeigen, die Du siehst, um Dich weiter zu entwickeln, mehr Verantwortung oder neue Aufgaben, die Dir vielleicht bis dahin nicht zugetraut wurden, zu übernehmen. So zeigst Du, dass Du für das Unternehmen da bist, im Sinne des Unternehmens denkst und Dich mit und für das Unternehmen entwickelst.

Wenn Du die neuen Aufgaben meisterst, kann das der erste Schritt zur nächsten Karrierestufe sein.

Gestehe Dir ein, wenn es Zeit ist, den Arbeitgeber zu wechseln

Es ist nicht einfach, den vermeintlich sicheren Arbeitsplatz aufzugeben und sich neuen Herausforderungen zu stellen. Viele kommen an einen Punkt, an dem sie latent unzufrieden sind. Laut diversen Umfragen gehören zwischen 40 und 70 Prozent der Arbeitnehmer zu dieser Gruppe. Vielleicht hast Du Dich auch schon einmal gefragt, ob es nicht an der Zeit wäre, den Job zu wechseln und Dir dann doch wieder gesagt, dass ja eigentlich alles ganz ok ist. Meist sind es die guten Beziehungen zu Kollegen in Kombination mit der Unsicherheit eines neuen Jobs, die gegen eine Neuorientierung in einem anderen Unternehmen sprechen.

Allerdings kann das „Festhalten“ am Gewohnten trotz vermeintlicher Sicherheit dann doch zu Problemen führen. Auf der einen Seite führt latente Unzufriedenheit zu gesundheitlichen Problemen – es entsteht negativer Stress, selbst wenn man die Arbeit als solches nicht stressig empfindet. Das schadet auf Dauer. Auf der anderen Seite führt Unzufriedenheit in den meisten Fällen zu Leistungsverlust. „Dienst nach Vorschrift“ ist dann die Devise – und das schadet nicht nur der Firma, sondern auch jeden selbst. Ein Vorwärtskommen ist nur noch schwer möglich, die Weiterentwicklung gehemmt und mit jedem Jahr, welches man so ausharrt wird der Abstand zu Konkurrenten auf dem Arbeitsmarkt größer. Spätestens, wenn Du aus irgendwelchen unverhersehbaren Gründen doch gezwungen bist, den Job zu wechseln, wirst Du das merken. Dann aus der Lethargie aufzuwachen, sich mit neuem Elan in einen neuen Job zu stürzen wird nicht einfach. Und die Voraussetzungen in einem Bewerbungsgespräch mit Erfolgen und guten Stories aus Deinem bisherigen Berufsleben zu glänzen sind dann auch nicht mehr besonders hoch.

Daher solltest Du Dich bei Anzeichen von Unzufriedenheit fragen, woran es liegt und Dich objektiv fragen, ob Du den Umständen in Deinem jetzigen Job begegnen kannst. Wenn dann Wege verbaut werden, Kommunikation zu Vorgesetzten nur noch schwer möglich ist oder der Job nur noch einer Tretmühle gleicht, solltest Du Dir eingestehen, dass eine gute Zeit auch mal vorüber ist und das Risiko eingehen einen vielleicht sicheren Platz gegen einen neue Chance in einem anderen Unternehmen einzutauschen. Bei der Suche nach dem passenden Job können Dir innovative Portale, wie z.B. mindHire helfen. Hier kannst Du nicht nut abchecken, ob der neue Job zu Deinen Skills und den Karrierezielen passt, sondern auch, ob er zu Deiner Persönlichkeit passt.

Springe nicht von Job zu Job

Eine in asiatischen Räumen besonders in der IT-Branche ausgeprägtes Phenomän ist das Job-Hopping. Da dort die großen IT Firmen räumlich besonders dicht zusammen liegen – meist auf einem Campus – springen gerade junge Absolventen alle 6 Monate in einen neuen Job. Hintergrund ist dort, dass sie sich dann vor allem gehaltlich jedesmal verbessern können, da sie das Wissen aus dem vorherigen Job mit einbringen. In den letzten Jahren wurden gerade von den dort ansässigen europäischen und amerikanischen Firmen diverse Maßnahmen getroffen, um Mitarbeiter länger zu binden und diese Maßnahmen fruchten mittlerweile auch.

Hier im europäischen und insbesondere im deutschsprachigen Raum ist es eher verpöhnt, sich ständig neue Jobs zu suchen. Wenn im Lebenslauf steht, dass man jedes Jahr einen neuen Job angenommen hat, gilt das als sehr unstetig. Die Gründe können sicher vielfältig sein aber der zukünftige Arbeitgeber stellt sich immer die Frage, ob es sich lohnt, in den neuen Arbeitnehmer zu „investieren“. Wenn Du gern die Unternehmen wechselst, ständig neue Projekte bearbeiten möchtest oder vielleicht auch in verschiedenen Teilen Deutschlands oder im Ausland arbeiten möchtest solltest Du Dir von vornherein einen Job aussuchen, der Dir das erlaubt oder eine Selbständigkeit anstreben. Diverse Freelancer Plattformen helfen Dir dabei, Projekte und Kunden zu finden. Gute Alternativen im Bereich der Festanstellung sind Beratungsunternehmen, die bei verschiedensten Firmen arbeiten und die Berater in wechselnden Themen und an wechselnden Orten einsetzen.

Wenn Du eine Karriere in Festanstellung anstrebst, solltest Du nicht zu schnell die Jobs wechseln. Die Probezeit ist dazu da, sich zu entscheiden, ob es passt oder nicht – d.h., wenn Du 1 oder 2 mal in der Probezeit wechselst ist das begründbar und verständlich. Wenn Du zwischen 7 Monaten und 1,5 Jahren wechselst, entsteht der Eindruck, dass Du Deine Arbeit in der Probezeit nicht gut einschätzen konntest oder Du Dich durch die Probezeit „gemogelt“ hast und Du dem Arbeitgeber doch nicht die Ergebnisse bringst, die er erwartet hätte. Nach zwei bis drei Jahren ist eine gute Zeit zu wechseln – insbesondere, wenn Du noch jung bist und Deine Karriere mit einem Wechsel voranbringen möchtest. In deser Zeit konntest Du genügend Erfahrungen sammeln und sicher auch schon einige Ergebnisse erreichen. Die Weiterbildung – auch in einer neuen Firma – ist dann sehr gut vertret- und verargumentierbar.