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mindHire Karrieretipps - Informationen zum Arbeitsrecht

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) – umgangssprachlich manchmal auch  Antidiskriminierungsgesetz genannt – ist ein deutsches Bundesgesetz, das „Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität verhindern und beseitigen soll“.

Das gilt besonders natürlich auch bei der Besetzung neuer Jobs. In den angloamerikanischen Ländern sind in Folge solcher und ähnlicher Gesetze anonyme Bewerbungen im Trend der Zeit.

Damit dieses Ziel verwirklicht wird erhalten die durch das Gesetz geschützten Personen Rechtsansprüche gegen Arbeitgeber und Private, wenn diese ihnen gegenüber gegen die gesetzlichen Diskriminierungsverbote verstoßen.

Mehr Informationen zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz findest Du hier: AGG-Artikel bei Wikipedia.

Arbeit zur Probe

Die Idee dafür ist sowohl sinnvoll als auch legitim. Dadurch kannst du herausfinden, ob der Job wirklich zu Dir passt und kannst die Dinge, welche Dir im Bewerbungsgespräch angedeutet worden sind besser testen. Auch lernst du andere Kollegen kennen, siehst wie Abläufe und Prozesse geregelt sind. Das gilt für beide Seiten.

Für Arbeitgeber liegt der Vorteil darin, dass er sehen kann, ob der Bewerber gut ins Team passt und ob er angepriesene Fähigkeiten tatsächlich besitzt. Wer vorgibt perfekt Englisch zu sprechen, wird in einem auf englische und amerikanische Kunden ausgerichteten Call-Center zeigen können, ob dies der Realität entspricht.

Eine Probearbeit stellt noch kein Arbeitsvertrag dar, ist aber trotzdem Arbeit. Teilweise werden den Jobaspiranten volle Arbeitskraft und Mühe abverlangt.

Der übliche Zeitraum erstreckt sich von ein paar Stunden bis zu mehreren Wochen, das quasi als unbezahltes Praktikum abgeleistet wird. Das ist aber absolut nicht im Sinne des Erfinders. Das Ziel ist ein besseres Kennenlernen und nicht die Erbringung einer konkreten Arbeitsleistung.

Was passiert mit meinen Bewerbungunterlagen

Das Unternehmen, bei dem Du Dich bewirbst sollte mit Deinen Unterlagen sehr wertschätzend und pfleglich umgehen, besonders wenn Du eine aufwendige Postmappe geschickt hast. Wenn die Unterlagen nicht mehr benötigt werden, so im Falle einer Ablehnung sind Sie an Dich zurück zu senden (Postmappen). Onlinebewerbungen werden gelöscht. Der Personalverantwortliche darf deine Daten nach einer ablehnenden Entscheidung nicht aufbewahren oder speichern. Die Ausnahme wäre, er fragt Dich an, ob er Deine Unterlagen im Pool für die nächste Besetzung behalten darf.

Der Arbeitsvertrag

Der Arbeitsvertrag ist ein gegenseitiger Vertrag, durch den sich der Arbeitnehmer zur Leistung der versprochenen Arbeit und der Arbeitgeber zur Gewährung des vereinbarten Arbeitsentgelts (Arbeitslohn) verpflichtet. Schönes Juristendeutsch!

Für den Abschluss des Arbeitsvertrags gilt grundsätzlich das Prinzip der Vertragsfreiheit. Dies beinhaltet die Freiheit zu entscheiden, ob, mit wem, mit welchem Inhalt und in welcher Form der Vertrag geschlossen werden soll.

Der Arbeitsvertrag kann grundsätzlich formlos abgeschlossen werden. Über 90 % aller Arbeitsverträge werden jedoch schriftlich geschlossen.

Was muss drin sein und was regelt der Arbeitsvertrag

Erst mal Name und Anschrift beider Vertragsparteien, dann der Beginn des Arbeitsverhältnisses, der Arbeitsort bzw. der Hinweis bei verschiedenen Orten, eine kurze Charakteristika der Tätigkeit, die Zusammensetzung und Höhe des Arbeitsentgeldes sowie der Zuschläge, Zulagen und Prämien, die vereinbarte Arbeitszeit, die Dauer des Urlaubes, die Kündigungsfristen und eventuelle Hinweise auf Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen oder Dienstvereinbarungen.

Befristete Arbeitsverträge

In der Regel werden Arbeitsverträge unbefristet geschlossen. Es ist jedoch auch unter bestimmten Voraussetzungen möglich, ein Arbeitsverhältnis befristet einzugehen. Viele Branchen nutzen diese Möglichkeit sehr intensiv. Die Befristungen bedürfen in jedem Falle zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform. Des Weiteren ist die kalendermäßige Befristung eines Arbeitsvertrages ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig. Bis zur Gesamtdauer von zwei Jahren ist zudem die dreimalige Verlängerung eines kalendermäßig befristeten Arbeitsvertrages zulässig (Kettenarbeitsvertrag bzw. Kettenbefristung). Gleichwohl ist eine Befristung unzulässig, wenn zu demselben Arbeitgeber zuvor (vor dem Beginn der Kettenbefristung) bereits ein unbefristetes oder befristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat. Damit soll ausgeschlossen werden, dass ein Arbeitgeber einen Arbeitnehmer aus einem unbefristeten oder befristeten Arbeitsverhältnis entlässt und z. B. einen Monat später wieder ohne sachlichen Grund befristet einstellt.

Nebentätigkeit

Was ist eine Nebentätigkeit oder ein Nebenjob? Das kann erst mal jeder selbständige oder unselbständige Job sein, der außerhalb des Arbeitsverhältnisses ausgeübt wird. Egal dabei ob dies unentgeltlich oder entgeltlich erfolgt. Entscheidend ist, dass Du Deine Arbeitskraft anderweitig einsetzt. Deshalb fallen auch ehrenamtliche Tätigkeiten unter den Begriff der Nebentätigkeit. Dasselbe gilt für Jobs, die im weitesten Sinne dem Bereich des Hobbys zuzuordnen sind wie z.B. Sportwart oder Vorsitzender des Gartenbauvereins etc.

Grundsätzlich steht es jedem Arbeitnehmer frei, eine Nebentätigkeit auszuüben.

Es besteht aber für dich die Pflicht zur Anzeige einer bevorstehenden Nebentätigkeit gegenüber dem Arbeitgeber, wenn die Nebentätigkeit die betrieblichen Interessen beeinträchtigen könnte.

Ideal machst du Die Anzeige mit folgenden Angaben – Was ist das für ein Nebenjob, wie viel Zeit in Stunden pro Woche arbeitest Du dort und bei wem arbeitest du. Das ganze reicht formlos. Wenn in Deinem Vertrag festgelegt ist, dass Du den Nebenjob nicht nur anzeigen, sondern auch genehmigen lassen musst - dann muss dein Arbeitgeber das bestätigen.

Probezeit

Neuer Job – Probezeit! Ja das ist Standard und in Deutschland normale Praxis – die Probezeit selbst beträgt meist 6 Monate. Sie darf diesen Zeitraum auch nicht überschreiten. Es gibt aber keine gesetzliche Vorschrift, dass es eine Probezeit geben muss.

Während der Dauer einer vereinbarten Probezeit gilt eine Kündigungsfrist von zwei Wochen täglich in den ersten sechs Monaten. Die Probezeit praktisch dazu da, um in einer überschaubaren ersten Zeit der Beschäftigung die Leistungsfähigkeit des Arbeitnehmers bzw. die Arbeitsbedingungen zu testen und bei negativem Ausgang das Arbeitsverhältnis relativ kurzfristig beenden zu können.

Wenn ausnahmsweise eine Probezeit von mehr als sechs Monaten vereinbart wird, ist dies kündigungsrechtlich für Dich ohne Bedeutung. Der Kündigungsschutz gilt unabhängig davon nach einer Wartezeit von sechs Monate.